Die Chutzenstory '01
![]() | Sonntag, 18. Februar 2001, nachmittags einige Unverfrorene und später Durchgefrorene versammeln sich auf dem Chutzen auf der Kordilliere zwischen Aare- und Gürbetal. Mutig verlassen sie ihre wohlgeheizten Fahrzeuge, um ihre Fluggeräte bereitzustellen. Unbeirrt stapfen sie dem Gipfel der grössten Erhebung dieses Gebirgszuges entgegen und stellen sich mit Todesverachtung auf die Hangkante, ihre Gesichter wirken wie versteinert. |
| Die stürmische, fast eisige Bise (2° Celcius !) versucht vehement, die stämmigen Männer zu Fall zu bringen. Diese nehmen eine Schräglage von circa 20 Grad ein und trotzen so dem Orkan. Heldenhaft ergreifen sie ihre Segler und übergeben sie ihrem Element, unwissend, in welchem Zustand sie ihr kostbarstes Gut wieder mit nach Hause nehmen. Nur einer der Beteiligten (Pak©) tritt von der Hangkante zurück ins etwas überlebenssicherere Lee des Hanges, er hat nicht damit gerechnet, dass angesichts dieser menschenverachtenden Verhältnisse Espadrilles das falsche Schuhwerk sind... Genau dieser ist es auch, der das letzte Risiko sucht und beschliesst, dem Akku seines Segler das letzte Ampèresekündchen zu entlocken, so dass nach der Landung (sah wie eine richtige aus) die Ruder keinen "Zappel" mehr machen. Nachdem auch die anderen Helden eine Flugzeit von rund einer Stunde erreichen, beschliessen sie angesichts der einbrechenden Nacht und dem bevorstehenden, sehr gefährlichen Abstieg zu ihren Automobilen, aber auch aus Solidarität zum Ampèrelosen, den Flugbetrieb einzustellen. Gottlob ist dank der geringen Niederschlagsmengen der letzten Wochen und wegen der arktischen Temperaturverhältnisse nicht mit Lawinenniedergängen zu rechnen und man erreicht wohlbehalten die Fahrzeuge. Kurze Zeit später betreten die Mannen mit zerzausten Köpfen und roten Ohren ein Wirtshaus..... eine in einigen Belangen durchaus erstzunehmende Geschichte (tegschter u knipser henä) |
