Wieder hatte die MG-Bern zum diesjährigen Treffen der Schweizer Antikflieger geladen.
20 Piloten packten ihre schönsten alten Modelle aus, an diesem wunderbaren Spätsommertag. Nicht zu heiss, ein feines Lüftchen und viel Sonnenschein.
Urs Brand konnte um 10 Uhr bereits zum Foto-Termin bitten. Schnell waren die Pilotenportraits fürs Anerkennungsblatt geschossen und schon stiegen die ersten Segler an der Winde majestätisch in den klaren Himmel.
Dann knatterten die alten Dieselmotoren los und legten den unvergleichlichen Duft von Aether und verbranntem Rizinus über das Flugfeld.
Innert kurzer Zeit kreisten zahlreiche der filigranen Flugmaschinen über unseren Köpfen, gebannt verfolgt von vielen Augenpaaren.
Manch einer der zahlreichen Zuschauer mag sich über die gestandenen Männer gewundert haben, wie sie voller Begeisterung auf unserem Platz herumrannten.
Wer mag es ihnen vergönnen, in unserer voll kommerzialisierten Zeit, wenn sie ihren Werdegang von den ersten Träumen, den ersten zaghaften Flugversuchen, den gemeisterten handwerklichen Klippen, bis zum kompetenten Modellflieger wieder aufleben lassen?
Das emsige Treiben wurde erst unterbrochen, als Roger Glanz und seine treuen Helfer zum Mittagessen einluden. Nun wurden alte Fotographien bewundert, Pläne ausgetauscht, gemeinsame Erlebnisse aufgefrischt, neue Kontakte geknüpft.
Pausenlos wurde nach dem Essen, bis spät in den Nachmittag hinein, weiter nach Thermik gesucht und auch die kostbaren alten Motoren zeigten auf, wie es damals war: Gut, aber
nicht so einfach wie heute.
Jeder Teilnehmer durfte ein persönliches Anerkennungsblatt mit Foto und eine CD mit Impressionen vom Tagesgeschehen mit nach Hause nehmen.
Der Dank für diesen Erlebnisreichen Tag geht an alle Teilnehmer und die vielen Helfer.
Wir freuen uns aufs nächste Jahr, wenn es wieder heisst:
Modellflug der feinsten Art über Mühlethurnen.
Fotos: Urs Brand
Text : Peter Renggli