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Role Spezial 06

UND WIR FLIEGEN DOCH

Die Sonne lachte über den Gurnigel, es war nicht kalt, der Wind war sehr angenehm. Leise summte der Motor vor sich hin, R. Schöni lenkte sein Modell zum Start und wir alle waren gespannt wie viele Punkte er bei dieser Disziplin holen würde.

Der Motor jaulte auf und ich ebenso, „Verdammter Wecker“, den ich hastig unter meinem Kopfkissen verschwinden lies. Dabei hatte ich doch so schön geträumt. Mit schweren Schritten und noch leicht beduselt begab ich mich zum Schlafzimmerfenster um die allgemeine Wetterlage zu prüfen, was soll ich sagen, dieser verdammte Wecker es hätte doch so schön sein können. Ich muss zugeben die Wetterfrösche von SFI sind keine schlechten, na was soll’s wir waren doch keine Schattenparkierer oder Warmduscher. Also ran, der Tag war da und Rolle Spezial 06 war gekommen.

Aus dem oberen Stockwerk tönte es schon PAAAPPPPPAAAA als ob mein Sohn Angst hatte ich könnte ohne ihn fahren, wobei ich muss dabei zugeben der Gedanke hatte seinen Reiz.

07.30 Abfahrt und das am Sonntag, das war ein Opfer für den Verein was gar nicht bezahlt werden konnte, und all das auch noch ohne Frühstücksei im Bauch.

08.15 Mühleturnen Flugplatz 46°48 ‛54.55″ N & 7°31 ‛46.98″ E , hatte ich auch die

Schwimmwesten dabei? Die Luftfeuchtigkeit betrug etwas 99,999% was man wohl im Allgemeinen auch als Regen bezeichnen konnte, jede Wette bei dem Wetter versagte auch 3. Wetter Taft. Nach geraumer Zeit kamen auch die anderen Wettkampfschwimmer und wir gingen freudig an die Vorbereitungen für den Wettkampf. Ich sagte noch zu St. Ernst er solle diesen speziellen indianischen Tanz nicht machen, aber nein so hatten wir nun die Wettermisere. Die Vorbereitungen auf dem Flugfeld gingen zügig und nass von Statten.

10.00 Briefing
10.30 Die ersten Motoren liefen und man ging an das Einschwimmen.
11.00 Begin mit DoorFly

Nach Startnummer 3. Daniel ... brachen wir ab, unsere Fernsteuerungen und Flieger mussten erst noch die Unterwassertauglichkeitsprüfung ablegen. Nach kurzer Beratung entschieden wir dann zur Disziplin Bratwurstessen über zu gehen, es gab keine Gegenstimmen zu diesem Entscheid, wenn wir uns doch immer alle SO EINIG wären. Da war aber doch noch was, ja die Gewinne. Ein raunen machte sich unter einigen Teilnehmern breit, es gab ja noch die PREISE. Tapfer verteidigten R.Schöni und U. Brand die doch recht attraktive Preise, gegen die Meute.

Auslosen, Verteilen, etc. hörte man, sogar mit Reglement wurde aufgewartet, doch Roland und Urs behielten die Situation unter Kontrolle. Wie sagte schon der alte Bismarck „Mit Zuckerbrot und Peitsche“, also kleine Präsente und die grossen Preise für den nächsten Event sichern. Schon unter Cäsar galt Brot und Spiele, wobei es bei uns eher Bratwurst und Spiele waren. Beim Essen ergabt sich ein schönes Gruppengefühl was alle einschloss. Man muss sagen, also die Bratwurst war schon echt eine Klasse für sich. „Danke, an Urs für die Organisation.“

13.30 waren die Bäuche voll und eigentlich waren alle guter Stimmung, auch der

Regen konnte an dieser Tatsache nichts ändern. Freudig und glücklich verliessen so langsam alle den Flugplatz.

War da nicht noch etwas?

Ja doch es gibt ja schon so etwas wie eine Tradition bei Rolle Spezial, wenn man nach 3. Jahren schon von Tradition reden kann. Kein Rolle Spezial ohne Schrott! Also Tapfer ans Werk, Roland und Urs holten geschwind ihre Flieger wieder aus den Wagen und machten sie flugfertig. Ich nicht schüchtern aktivierte meinen Laptop und verkündete wir können ja noch ein wenig den Speed von den Modellen messen. Bei Roland und Urs brauchte es keine Überredungskünste bei diesem Vorschlag. Mein kleiner Sohn witterte seine Chance doch noch einen Crash zu sehen, wobei ich mich fragte ob er den Sinn und Zweck von Modellflugzeugen schon richtig erkannt hatte. Roland Schöni war aus der Sicht von meinem Sohn jedenfalls ein Top Onkel, denn er erfüllte die Erwartung von Frederic schnell, und rammte seinen Flieger, bei 46°48 ‛56.48″ N & 7°31 ‛44.61″ E punktgenau in einem 50° Winkel, in die Wiese. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen, hatte er nicht erst vor 2. Monaten, während des Probelaufs zur Speedmessung, schon ein Flugzeug in ein Handtaschenformat gebracht!

Ja, aber man bricht ja nicht mit den Traditionen. Wenn man es genau betrachtet, so kann man sagen das Rolle Spezial 06 ins Wasser fiel.

Freuen wir uns auf nächste Jahr, es wird auf jeden Fall wieder eine neue und verrückte Disziplin geben. Das Testen der neuen Disziplin könnte sich aber als schwierig herausstellen, da ich nicht weis wie viele Flieger R. Schöni noch hat.

In diesem Sinne, bis zum nächsten Jahr.

Christian Elfeber