Home Berichte Berichte 2007 Bericht Antikmodellflugtreffen 07
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Ein Sonntag, auf den viele Antikmodell-Begeisterte schon lange gewartet hatten war angebrochen.

Noch wollte die Sonne, welche eigentlich von „Bucheli“ angekündigt worden war, nicht so richtig in Erscheinung treten und trotzdem konnte man auf den Gesichtern aller angekommenen Antik-Freunde Unbeschwertheit und Freude ablesen.

Bald ging’s zur Sache: die Modelle wurden liebevoll ausgeladen und zusammengesetzt. Natürlich wollte jeder sehen was der andere mitgebracht hatte.

Damit fing die Bewertung schon an, obwohl der Wettbewerb noch gar nicht begonnen hatte.

Sehr schön…, und der Motor…, mit Holzrädern…, das ist Seide..., da schau, keine Höhe nur Seite…, Hurra ein Hurrikan, hatte ich früher auch einmal und einen Webra Bully so tönte es da und dort. Damit war die Fachsimpelei lanciert.

Nach geraumer Zeit war wirklich eine stattliche Anzahl dieser filigranen Meisterwerke beisammen und alle Beteiligten hätten sich am liebsten zu einem grossen Kreis hingesetzt, die Beine verschränkt, dazu alle Modelle in der Mitte des Kreises aufgebaut, einander die Hände gegeben, gemeinsam die Arme hoch gestreckt und gerufen: Es lebe der Antikmodellflug, es lebe Riedstern, Hummel und Kwik Fly, hoch lebe Kadett und Kapitän, eine Welle für Dyno und Falcon, Gummimotor sei gedankt und Marabu segne uns.

 

Leider war es nicht möglich, dieses bewegende Ritual durchzuführen, denn Peter Renggli rief zum Briefing auf und erklärte allen Beteiligten den Ablauf der kommenden Geschehnisse mit Modellbewertung und Flugvorführungen.

 

Gegen Mittag hatte ein blauer Himmel der Sonne viel Platz gemacht. Das Interesse wandte sich nun zusehends der Festwirtschaft zu, denn es wurde zu Tische geladen. Die feinen Steaks und Bratwürste grillten am Sperrholzfeuer und die köstlichen Salate fanden reissenden Absatz, ganz besonders das exklusive Rizinus-Äther-Dressing. Die Küchenmannschaft unter der Leitung von Herta hatte alle Register gezogen und Ihre Gäste richtig verwöhnt. Deshalb auch hier ein herzliches Dankeschön.

 

 

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Flugvorführungen. Alte Modelle in der Luft fliegen zu sehen ist ein besonderes Erlebnis. Der Dieselmotor mit seinem eigenen Sound und der Blick durch den Rippenbau eines in der Luft befindlichen Modells liess die Herzen aller Anwesenden, ob Pilot oder Zuschauer, höher schlagen. Wenn ein Segelflugzeug dieser Art zur Landung ansetzt, hat man wirklich das Gefühl in die 60er Jahre zurückversetzt zu sein und muss daran denken den offenen Mund auch wieder zu schliessen.

 

Leider, leider neigte sich nun diese Veranstaltung dem Ende zu. Es galt, sich von seinen lieb gewonnenen Antikfreunden zu verabschieden. Einige hatten noch einen weiten Weg unter die Räder zu nehmen. Doch eines ist sonnenklar: Dieser Tag hat allen, die in Mühlethurnen zu Gast waren, viel Freude bereitet. Das schöne Wetter und praktisch kein Wind haben auch zur guten Stimmung beigetragen aber die Lorbeeren gehen natürlich an Peter Renggli und seine Helfer. Er hat es wiederum verstanden mit viel Geschick und grosser Vorbereitungsarbeit dieses Treffen zu organisieren.

 

Herzlichen Dank, Peter.